München, im November 1989
 
FC Polizei-Giesing feierte erfolgreichen Abschluß der
Freiluftsaison 89 mit einem 7 : 0 Sieg gegen das Dezernat 22
 
 

Bei schlechten Witterungs- und Bodenverhältnissen wurde am Montag, den 30.10.1989, auf der "roten Erde" der Sportanlage in der Lauensteinstraße das Abschiedsspiel für unseren langjährigen Sportkameraden Jürgen Haberland ausgetragen.

Aufgrund der widrigen Wetterlage konnte der "Schönwetterfußballer" bei seinem Abschiedsspiel aber leider nicht antreten. Für ihn sprang kurzfristig die italienische Ausleihe H. Dantonello ein.

Der FC Polizei-Giesing erkämpfte sich von Beginn an eine Feldüberlegenheit, die mit starkem Rückenwind noch unterstützt wurde. Ein Distanzschuß aus 25 Metern, abgezogen von Walter Rösch, ergab in der 14. Minute das 1 : 0.

Fleiter, Uli, der ins Mittelfeld beordert wurde, besorgte mit einem Schrägschuß ins linke Eck das 2 : 0 nach einer halben Stunde. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang ihm das 3 : 0 nach einem Sololauf durch die Abwehrreihe der Gäste. Der Keeper überwand er bei diesem Tor mit einem glatten Beinschuß!

Mit diesem Spielstand wechselte man die Seiten.

Zur Überraschung aller erschien in der zweiten Spielhälfte der Präsident Fischl an der Seitenlinie. Beflügelt durch sein Erscheinen legte der FC Polizei-Giesing trotz Gegenwind noch vier Tore zum Endstand von 7 : 0 drauf. Zur Torfolge ist noch zu erwähnen, daß das 4 : 0 Paul Höfner durch eine gefühlvolle Flanke von rechts vorbereitete. Erzielt wurde es dann von der überforderten Kripoabwehr selbst. Wiederrum Uli Fleiter war es, der mit einem 20-Meter-Schuß das 5 : 0 unter Mithilfe des Gästekeepers erzielte.

Tor Nr. 6 erzielte Werner Wolf mit einem unhaltbaren Elfer an den linken Innenpfosten, nachdem der sonst farblose Mittelstürmer Seidl gefoult wurde.

Beim 7 : 0 betätigte sich Uli Fleiter als Abstauber, nachdem Werner Wolfs Schuß aufs Tor von einem auf der Linie stehenden Verteidiger abgewehrt wurde.

Insgesamt gesehen bot der FC Polizei-Giesing eine geschlossene Mannschaftsleistung. Empfehlenswert wären allerdings eigene Bälle für manche Spieler wie Fleiter u.s.w., dann bräuchten sie nämlich gar nicht mehr abzuspielen!

Erwähnenswert sei noch der Auftritt von Altstar H. Dantonello, der technisch brillierte und damit seine Grabstein-Liga-Tauglichkeit voll unter Beweis stellte. Konditionell voll überzeugte auch H. Pöllath trotz mangelnder Spielpraxis aus den vergangenen Spielen.

Nicht erwähnenswert ist die einzige Torchance von Mittelstürmer Seidl, der in der Manier eines ehemaligen 1860er-Stürmers (jetzt in der Schweiz) den Ball aus 5 Metern nicht im leeren Tor unterbrachte, sondern ihn gefühlvoll übers Tor setzte.

Zuletzt sei auch noch eine kurze Kritik am Keeper Kroiß angebracht, der seine beschäftigungslose Zeit mit ein paar Ausflügen aus dem Strafraum überbrückte und dabei scheinbar zum Ehrentreffer animieren wollte.

Trotz der deutlichen Niederlage will Günter Rosenstock (ehemals PI 17) eine Revanche im Frühjahr angehen - MUT hat er ja!

 
Werner Kroiß
 
 
 

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