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Bei schlechten Witterungs- und Bodenverhältnissen
wurde am Montag, den 30.10.1989, auf der "roten Erde" der Sportanlage
in der Lauensteinstraße das Abschiedsspiel für unseren langjährigen
Sportkameraden Jürgen Haberland ausgetragen.
Aufgrund der widrigen Wetterlage konnte der "Schönwetterfußballer"
bei seinem Abschiedsspiel aber leider nicht antreten. Für ihn sprang
kurzfristig die italienische Ausleihe H. Dantonello ein.
Der FC Polizei-Giesing erkämpfte sich von Beginn an eine Feldüberlegenheit,
die mit starkem Rückenwind noch unterstützt wurde. Ein Distanzschuß
aus 25 Metern, abgezogen von Walter Rösch, ergab in der 14. Minute
das 1 : 0.
Fleiter, Uli, der ins Mittelfeld beordert wurde, besorgte mit einem Schrägschuß
ins linke Eck das 2 : 0 nach einer halben Stunde. Kurz vor dem Pausenpfiff
gelang ihm das 3 : 0 nach einem Sololauf durch die Abwehrreihe der Gäste.
Der Keeper überwand er bei diesem Tor mit einem glatten Beinschuß!
Mit diesem Spielstand wechselte man die Seiten.
Zur Überraschung aller erschien in der zweiten Spielhälfte der
Präsident Fischl an der Seitenlinie. Beflügelt durch sein Erscheinen
legte der FC Polizei-Giesing trotz Gegenwind noch vier Tore zum Endstand
von 7 : 0 drauf. Zur Torfolge ist noch zu erwähnen, daß das
4 : 0 Paul Höfner durch eine gefühlvolle Flanke von rechts vorbereitete.
Erzielt wurde es dann von der überforderten Kripoabwehr selbst. Wiederrum
Uli Fleiter war es, der mit einem 20-Meter-Schuß das 5 : 0 unter
Mithilfe des Gästekeepers erzielte.
Tor Nr. 6 erzielte Werner Wolf mit einem unhaltbaren Elfer an den linken
Innenpfosten, nachdem der sonst farblose Mittelstürmer Seidl gefoult
wurde.
Beim 7 : 0 betätigte sich Uli Fleiter als Abstauber, nachdem Werner
Wolfs Schuß aufs Tor von einem auf der Linie stehenden Verteidiger
abgewehrt wurde.
Insgesamt gesehen bot der FC Polizei-Giesing eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Empfehlenswert wären allerdings eigene Bälle für manche
Spieler wie Fleiter u.s.w., dann bräuchten sie nämlich gar nicht
mehr abzuspielen!
Erwähnenswert sei noch der Auftritt von Altstar H. Dantonello, der
technisch brillierte und damit seine Grabstein-Liga-Tauglichkeit voll
unter Beweis stellte. Konditionell voll überzeugte auch H. Pöllath
trotz mangelnder Spielpraxis aus den vergangenen Spielen.
Nicht erwähnenswert ist die einzige Torchance von Mittelstürmer
Seidl, der in der Manier eines ehemaligen 1860er-Stürmers (jetzt
in der Schweiz) den Ball aus 5 Metern nicht im leeren Tor unterbrachte,
sondern ihn gefühlvoll übers Tor setzte.
Zuletzt sei auch noch eine kurze Kritik am Keeper Kroiß angebracht,
der seine beschäftigungslose Zeit mit ein paar Ausflügen aus
dem Strafraum überbrückte und dabei scheinbar zum Ehrentreffer
animieren wollte.
Trotz der deutlichen Niederlage will Günter Rosenstock (ehemals PI
17) eine Revanche im Frühjahr angehen - MUT hat er ja!
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