Der FC Polizei-Giesing
beim
17. Hallenfußballturnier in Heidelberg
am Samstag, den 23. Oktober 1993
Die Mannschaft des FC Polizei-Giesing e.V. erreicht beim Hallenfußballturnier der Kripo Heidelberg in Rauenberg den vierten Platz von zehn teilnehmenden Mannschaften.
Am Samstag, den 23.10.1993, begaben wir uns auf die Reise zum 17. Hallenfußballturnier der Kripo Heidelberg. Dies war unsere zweite Teilnahme beim dortigen Kripo-Turnier.
Nach einem Mannschaftsfrühstück in München traten wir gegen 07.30 Uhr die Fahrt nach Rauenberg bei Heidelberg an. Aufgrund der Mannschaftsaufstellung rechneten wir uns kleine Chancen auf den Turniersieg aus. Aufgestellt waren folgende Spieler:
Tor: 1 Günter Gröbmair
11 Willi (Jürgen) SchreinerSpieler: 2 Harry Pöllath (Spielführer)
5 Jürgen Meier, genannt "Russ"
9 Peter Baumgartner
12 Harry Greger
13 Stefan Ettl (Buffi)
15 Uli Fleiter
Außerdem waren als Fan´s Claudia Pöllath und Regina Schuster, die Freundin unseres Keepers, dabei.
Nach einer kurzen Rast vor Karlsruhe kamen wir rechtzeitig nach drei Stunden Fahrt in Rauenberg an. Dort begang das Turnier pünktlich um 11.15 Uhr. Unsere Mannschaft hatte noch eine kleine Pause und mußte erst um 12.15 Uhr das erste Spiel bestreiten. Gespielt wurde in zwei Gruppen zu je fünf Mannschaften, wobei sie die drei Ersten jeder Gruppe für die Zwischenrunde qualifizierten. Die Spielzeit betrug jeweils 14 Minuten.Da sich drei Mannschaften aus jeder Gruppe für die Zwischenrunde qualifizierten, konnte man in das erste Spiel gegen Kripo Mosbach mit etwas Gelassenheit gehen. Das Spiel wurde von uns aus einer gesicherten Abwehr gestaltet. In der 6. Minuten hatten wir dann die bis dahin größte Chance des Spiels, jedoch Buffi konnte die Vorlage vom Uli nur an den Pfosten setzen. In der 10. Minute gelang Peter der sehenswerte Führungstreffer per Kopf nach einer maßgenauen Flanke aus der eigenen Spielhälfte von Uli. Nach diesem Tor gerieten wir etwas unter Druck und die Mannschaft der Kripo Mosbach hatte kurz vor Schluß zwei 100%ige Ausgleichschancen. Diese wurden jedoch von unserem überragenden Torwart, dem Günter, vereitelt. Somit konnten wir das 1:0 über die Zeit bringen und zwei Punkte für uns verbuchen.
Im zweiten Spiel war die Stadtverwaltung Rauenberg unser Gegner. Das gesamte Spiel wurde von beiden Mannschaften sehr defensiv geführt. Nur unser Kaptain hatte es zweimal auf dem Fuß, alleinstehend vor dem Torwart, die beiden Punkte für uns einzufahren. Somit trennte man sich nach der Spielzeit verdient 0:0. Anzumerken wäre nur, daß der Schiedsrichter, ein Kollege der Kripo Heidelberg, uns gegenüber sehr kleinlich pfiff, wie schon beim ersten Spiel gegen die Kripo Mosbach. Vielleicht eine Folge der beiden Entscheidungen gegen die Kripo Heidelberg bei unserem Hallenturnier im März 1993, die jedoch damals absolut korrekt waren.
Nun mußte man gegen den Turniersieger der letzten drei Jahre ran, die beim letzten Turnier den Wanderpokal für immer entführt hatten, nachdem sie insgesamt schon fünfmal gewonnen hatten. Somit waren wir schon vorgewarnt, nachdem wir auch die beiden Spiele des MEK Karlsruhe zuvor gesehen hatten. Diese spielten im Eröffnungsspiel gegen die Kripo Mosbach 1:1 und konnten gegen die Kripo Wiesbaden einen 2:0 Sieg landen. Von Anfang an merkte man die Überlegenheit des MEK durch deren körperliche Fitness. Außerdem fiel auf, daß sie nur mit einem Auswechselspieler angetreten und optimal aufeinander eingespielt waren. Trotzdem konnte wir uns gut gegen die Angriffe des MEK wehren. Einzelne Durchbrüche wurde von unserem Keeper abgewehrt. In der 9. Minute wurde wiedereinmal ein Foul des MEK gegen uns nicht geahndet und die daraus resultierende Unaufmerksamkeit nutzten die Spieler des MEK zum 1:0 Siegtreffer. Wir hatten auch in diesem Spiel den selben Schiedsrichter wie zuvor. Jedoch war der Sieg des MEK vollauf verdient.
Im letzten Gruppenspiel war die Kripo Wiesbaden unser Widersacher. In diesem Spiel konnten die Wiesbadener keine einzige herausgespielte Torchance verzeichnen, da von unserer gesamten Mannschaft eine souveräne Abwehrleistung geboten wurde. Jedoch führte unser ununterbrochener Sturmlauf lange Zeit zu keinem Erfolg. Erst als Stefan wieder auf der rechten Seite durchbrechen konnte und einen knallharten Paß nach innen gab, stand Russ goldrichtig und konnte im Grätschen den Siegestreffer erziehlen.
Nun hatte man das gesteckte Ziel erreicht und kam durch den zweiten Gruppenplatz in die Zwischenrunde, in der in zwei Dreiergruppen weitergespielt wurde. Jedoch hatte die gesamte Mannschaft Hunger bekommen und man begab sich zum Gyros-Essen.
Um 17.15 Uhr ging´s dann gegen die Gastgeber, die Kripo aus Heidelberg. Diese erreichten in der Vorrunde den 1. Platz in ihrer Gruppe durch überzeugende Auftritte bei den Gruppenspielen. Während dieses Spiels hatte jeder von uns mit dem Gyros zu kämpfen, da es etwas schwer im Magen lag. Nach etwa fünf Minuten hatte unsere Mannschaft nach einem schnell ausgeführten Freistoß der Heidelberger etwas langsam geschaut und der Pfostenschuß der Heidelberger prallte von Günter´s Kopf ins Tor zum glücklichen Führungstreffer der Kripo ab. Danach mußten wir zwangsweise offensiver spielen und fingen uns das 0:2 ein. Nun war die Luft raus und wir verloren schließlich mit 0:4. Die Kripo Heidelberg hatte sich somit für das Finale qualifiziert, da sie ihr Gruppenspiel zuvor gegen die GER (Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift) Karlsruhe mit 2:0 gewonnen hatten.
Nach einer Pause von nur 15 Minuten mußten wir unser zweites Gruppenspiel in der Zwischenrunde bestreiten und standen durch unser Ergebnis gegen Heidelberg auch noch unter dem Zwang gegen die Mannschaft der GER Karlsruhe gewinnen zu müssen. Ab diesem Spiel stand der Willi bei uns zwischen den Pfosten und vertrat Günter, der sich zwei Spiele zuvor am Ellenbogen verletzt hatte und es vorzog, das folgende Spiel von der Tribüne aus zu beobachten. Die ersten sieben Minuten des Spiels wurden von beiden Mannschaften eher defensiv geführt, was wiederum dazu führte, daß das Spiel für unsere Fan´s nicht schön anzusehen war. In der 8. Spielminute gelang dann der Mannschaft aus Karlsruhe der Führungstreffer und jeder von uns glaubte nun an ein Ausscheiden und den 6. Platz des Turniers. Jedoch ging plötzlich ein Ruck durch die Mannschaft und wir konnten mit einem gewaltigen Kraftakt und traumhaften Kombinationen durch Tore von Harry Greger und Buffi mit 2:1 in Führung gehen. Nun hatten wir den vollen Lauf gefunden und erhöhten durch Ettl und Baumgartner noch auf 4:1, bevor die Mannschaft aus Karlsruhe den Endstand von 4:2 herstellen konnte. Somit hatten wir das kleine Finale erreicht und einen der vier Pokale sicher. Jedoch verloren wir in diesem Spiel sehr viel Kraft und mußten nach einer Pause von 10 Minuten erneut spielen.
Im Spiel um den 3. Platz ging es dann gegen die Mannschaft der Kripo Mosbach. Zu Beginn des Spiels, das über 20 Minuten ging, konnte man schon erkennen, daß bei uns die Luft raus war. Außerdem mußten wir noch auf unseren Buffi verzichten, der sich im Spiel zuvor leicht verletzt hatte. Daher zog sich Günter nun auch ein Trikot über und verstärkte uns somit. Nach acht Minuten gelang der Kripo Mosbach der Führungstreffer und unmittelbar darauf das 2:0. Nun wurde unsere Gegenwehr immer schwächer und nach dem 3:0 der Mosbacher schossen diese uns förmlich ab. Wir konnten jedoch durch geschicktes Taktieren ein zweistelliges Ergebnis verhindern und sogar durch einen unregulären Weitschuß von Uli den nichtaberkannten Ehrentreffer in der letzten Sekunde erzielen. Willi war nach dem Spiel durch das Squash-Ergebnis bis zur Pokalfeier sehr geknickt, konnte dann jedoch noch die positiven Seiten des Tages bzw. Abends in den Vordergrund stellen.
Ebenso hatte mancher von uns die großen Kartoffeln und konnte bei der Tombola den ein oder anderen Hauptgewinn (u.a. einen Goldbarren) gewinnen.
Der Ausklang des Abends fand dann in Walldorf in einer gemütlichen Kneipe nahe unseres Hotels statt und wurde von den Opa´s eher und von unseren Jungspunten etwas später beendet. Die Heimreise traten wir am Sonntagmorgen an und konnten nach einer Fahrt von wiederum drei Stunden in München unversehrt eintreffen.
Danach war man wiedereinmal der Meinung: Ein voll gelungener Ausflug der FC Polizei-Giesing.
Euer
Uli Fleiter